23.01.2003 / Vernehmlassung über das Raumordnungskonzept (ROK) 2003 Flugplatz Buochs

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1. Allgemeines 1.1 Status Militärflugplatz Der SBFB hält fest, dass der Flugplatz Buochs trotz Abzug der Luftwaffenjets und Einführung der Armee XXI per 1.1.2004 weiterhin den grundsätzlichen Status eines Militärflugplatzes hat. Daher gilt es unter anderem aus raumplanerischer Sicht zwingend zu beachten, dass die Interessen der militärischen der zivilen Aviatik vorgehen. Der Begriff „Sleepingbase“ beinhaltet, dass gewisse Anlagen in einen Zustand gebracht werden, aus dem sie in ausserordentlicher Situation innert drei Jahren hochgefahren werden können und die Sicherheit der Anlagen jederzeit garantiert ist. Der Militärflugplatz wird jedoch weiterhin von der Luftwaffe benützt (Drohnen und bei Bedarf deren Begleitung durch Helikopter sowie Propeller-Flugzeuge). Mit Erstaunen nimmt der SBFB zur Kenntnis, dass das künftige – detaillierte – militärische Nutzungskonzept nicht Bestandteil des ROK ist. So stellt sich unter anderem die Frage, was unter „Militärische übungen können weiterhin im Bereich des Flugplatzes stattfinden.“ (Ziff. 5.2, Seite 18 des ROK) konkret zu verstehen ist und was dies hinsichtlich Raumwirksamkeit bedeutet. Der SBFB hält fest, dass es interessanterweise keine weiteren Militärflugplätze gibt, die wie Buochs als „Sleepingbase“ betrieben werden. 1.2 Lärmschutz (Ziffer 2.2.4, Seite 11 des ROK) Für zivil mitbenutzte Militärflugplätze sind stets zwei Lärmbelastungskataster zu erstellen. Einen ausschliesslich mit der zivilen aviatischen Nutzung und einen zweiten, der die militärischen und zivilen Lärmbelastungen in ihrer Gesamtheit / Überlagerung zeigt. In diesem sind somit die Drohnenflugbewegungen, die militärischen Begleitflüge von Helis und Propellerflügen und sämtliche anderen militärischen Bewegungen beispielsweise aus nicht in Buochs stationierten Jets in Form von Tiefflügen einzubeziehen. Antrag: Ziffer 2.2.4 „Lärmschutz“ des ROK ist entsprechend zu korrigieren. 1.3 […]