21.06.2011 / Riskante Akrofliegerei

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Der SBFB ist die einzige Institution, die sich seit Jahren konsequent für den Schutz der Bevölkerung vor unnötiger, höchst riskanter Akrobatikfliegerei auf dem Flugplatz Buochs einsetzt.

Blende zurück: im Januar 2005 kam es zu einem sehr tragischen Unfall anlässlich eines Akrotrainings zweier Maschinen. Die eine Maschine erlitt bei einem Tiefflug Totalschaden, der Pilot starb. Ausserhalb des nur rund 800 m breiten Flugplatzgeländes wurde eine Spaziergängerin schwer verletzt. Nur dank viel Glück endete es nicht noch viel tragischer mit einem Absturz über bewohntem Gebiet. Doch gelernt hat man daraus (noch) nichts.

So werden weiterhin Sonderbewilligungen zur Unterschreitung der Mindestflughöhe ausgestellt. Zum Vergnügen von Wenigen – die Risiken werden den Anwohnern zugemutet. So nun auch erneut für das Breitling-Akrotraining vom 27. Juni bis 7. Juli 2011.

Mit Zustimmung der lokalen Behörden verfügte das BAZL für die 7 Breitling-Jets im Flottenverband  – anstelle der vorgeschriebenen 500 m über unbewohntem Gebiet –  erneut nur folgende Mindestflughöhen:

  • 150 m für Kunstflug und Evolutionen über dem Flugplatzgelände
  • 50 m für Überflüge horizontal geradeaus in der Vorführachse über dem Flugplatzgelände

Tragödien wie bei internationalen Airshows sind vermeidbar, wenn die Akroshows erst gar nicht bewilligt werden. Vor allem auch nicht in dicht besiedeltem und erst noch in topographisch ungeeignetem Gebiet wie dem viel zu engen Nidwaldner Talkessel. Was muss denn noch Schrecklicheres passieren, bis endlich gehandelt wird? Jegliche Akroflüge über bewohntem Gebiet sind verboten!