28.05.2010 / Pure Erpressung

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Der SBFB anerkennt die für die Leistungsfähigkeit der Pilatuswerke notwendigen Flugbewegungen; im Durchschnitt der letzten Jahre benötigte die Pilatus 4’300, im Rekordjahr 2004 deren 6’217.

Die Aussage von RR Beat Fuchs, wonach bei einem Nein des Landrates zum Kauf der Pisten- und Rollwege der Kanton keinen Einfluss mehr auf die weitere Entwicklung der Anlage habe, ist Erpressung. Ebenso, es sei davon auszugehen, dass der Bund die nicht mehr benötigten Areale dann an Dritte verkaufe.

Gut zu wissen, dass … erstens die Korporation Buochs ein Jahrzehnte altes, vertragliches Vorkaufsrecht mit der Eidgenossenschaft hat. Und zweitens, dass eine wesentliche Sicherung eingebaut ist. Denn die Flächen, die der Bund los haben will, können erst nach einer Umzonung via Gemeindeversammlung (!) und einer sehr teuren Erschliessung genutzt werden.

Der Bund weiss sehr wohl, weshalb er 230’000 m2 im befestigten Zustand verkaufen will. Private Investoren werden sich hüten, in die Rückbau-, Sanierungs- und Umzonungs-Falle zu laufen.

Nidwalden AirPark AG: mit der Firmengründung am 19. Mai sollen 90’000 m2 (!) brach liegendes, erschlossenes Land bei der RUAG Ennetbürgen genutzt werden. Damit wurde der Entwicklungsschwerpunkt des Agglomerationsprogramms Stans über Nacht von der südlichen auf die nördliche Flugplatzseite verlegt. Und der Kauf von 230’000 m2 Pisten/Rollwege, etc. durch den Kanton vom Bund wird noch fraglicher.

Fazit: Nichteintreten auf die Vorlagen und damit Rückweisung zur Erledigung zentraler Hausaufgaben. Dies ermöglicht dem Landrat eine Beratung und Entscheidung auf Basis von ganzheitlichen, seriöseren, ehrlichen Grundlagen.