19.07.2011 / Nidwaldens Wohlstand

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Unüberlegt wird immer wieder vorgebracht, dass der Flugplatz Buochs vor den neuen Wohnungen da war. Womit die vielen Zuzüger der letzten Jahrzehnte auf eine nicht gerade gastfreundliche Art mundtot gemacht werden sollen. Dies nur, weil sie eine hohe Wohnqualität und die übliche nachbarschaftliche Rücksicht erwarten. Zu Recht, leisten sie doch den Hauptbeitrag zum volkswirtschaftlichen Einkommen.

Seit 1941 hat sich die NW-Bevölkerung um ca. 23’600 auf gegen 41’000 Personen im 2010 weit mehr als verdoppelt. Von diesen 41’000 Personen sind knapp die Hälfte erwerbstätig; ca. 1’600 (8 %) von ihnen mit direktem oder nahem Bezug zur Aviatik. Unser Respekt!

Handkehrum folgt jedoch auch, dass seit Jahrzehnten über 90 % der Erwerbstätigen aus anderen Branchen als der Aviatik zum Wohlstand in Nidwalden beitragen. Ja, die lieben Zuzüger, die hier gerade willkommen genug sind, kräftig zu investieren und zu konsumieren sowie den staatlichen Obulus abzuliefern.

1940 wurde der Militärflugplatz Buochs vom Bund den Nidwaldnern mehr oder weniger aufgezwungen. Aus Gründen der Landesverteidigung. Mit Verlaub: das, was vor 70 Jahren im Krieg notwendig war, kann kein Freipass für heutige aviatische Akrobatik-Rüppeleien sein.

Wenn das Gelände frei und zur beliebigen Nutzung zur Verfügung stünde, käme es übrigens heute niemandem auch nur annähernd in den Sinn, in dieses viel zu enge Tal, mit einzigartiger landschaftlicher Szenerie, eng umgeben von drei dicht besiedelten Gemeinden, eine aviatische Nutzung anzudenken. Von nervtötender, Leben gefährdender Akro-Fliegrei gar nicht zu sprechen!