06.09.2013 / SBFB klärt die Öffentlichkeit mit über 60‘000 Flugblättern auf

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Massive Beeinträchtigung der Wohn- und Erholungsqualität weit über die Kantonsgrenzen hinaus – so lautet der Titel des Flugblatts des SBFB, das in einer Auflage von über 60‘000 Exemplaren Ende August in der erweiterten Region Vierwaldstättersee zur Information und Aufklärung der Öffentlichkeit gestreut wurde. Ganzes Flugblatt lesen (pdf)

Der Flyer enthält Tatsachen, unter anderem zu den Vorhaben auf dem zivilen Flugfeld Buochs und was dies alles letztlich bedeutet, nämlich eine (zeitlich und infrastrukturell) schleichende Entwicklung hin zum Regionalflugplatz Zentralschweiz mit all den bekannten Auswirkungen anderer vergleichbarer Anlagen. Der SBFB sagt daher NEIN zu einer Anlage im Status Regionalflugplatz Zentralschweiz, egal ob in Buochs oder in Emmen. Es besteht die latente Gefahr, dass finanzielle Sachzwänge, die mit dem überdimensionierten Ausbauvorhaben einhergehen, die vorerwähnte schleichende Entwicklung erheblich begünstigen.

Regierungen kommen und gehen. An die Versprechungen (“kein Regionalflugplatz“), die Regierungsvertreter einmal abgegeben haben, erinnern sich ihre Nachfolger dereinst nicht mehr.

Unter anderem ist der Neubau von Flugzeugabstellflächen für zwei Grosskabinenjets mit einer Flügelspannweite bis 29 m wie des Typs Boeing 737/500 vorgesehen, die Platz bieten bis zu 120 Passagieren. Jedoch keineswegs etwa, weil es auf einem einfachen zivilen Flugfeld wie Buochs Vorschriften gäbe, ganz grundsätzlich Abstellflächen für so grosse Jets schaffen zu müssen. Erst das Angebot schafft bekanntlich die Nachfrage. Ganz offensichtlich auch auf das in Buochs anvisierte Angebot für Grosskabinenjets der ICAO-Kategorie C. Erst ein solches Angebot setzt entsprechende Abstellflächen voraus.

Als Beleg und Beweis für die Vorhaben hat der SBFB auf der Webseite die angedachte neue Flugplatz- und Abstellflächen-Konzeption Buochs aufgeschaltet.

Die angedachte neue Flugplatz- und Abstellflächen-Konzeption Buochs (pdf)

Sie basiert auf dem Auftrag Nr. 10‘364 der Ingenieure Bächtold & Moor AG, Bern, vom 11.5.2012.

Im Weiteren wird im Flyer unter anderem auch auf die unbestreitbare Tatsache hingewiesen, dass auf dem Flughafen Zürich jährlich rund 40‘000 Flugbewegungen der General- und Business Aviation ausgelagert werden sollen. Und dass für diese in Kloten nicht erwünschte, weil nicht rentable Privat- und Geschäftsfliegerei vom BAZL alternative Standorte gesucht werden, was ohne weiteres belegt werden kann. Nachdem derzeit auf keinem anderen zivilen Flugfeld der Deutschschweiz so umfangreiche Ausbauvorhaben angedacht sind wie in Buochs und diese dann gleich auch noch einen weit überdurchschnittlichen Infrastruktur-Standard aufweisen würden, besteht durchaus die Gefahr zumindest einer Teilauslagerung von Flugbewegungen aus Kloten. Im Übrigen sind es zur Erinnerung erst rund 10 Jahre her, dass Vertreter der Unique Zurich Airport wie sie damals hiess, in Emmen aktiv die Werbetrommel rührten für einen Regionalflugplatz Z-CH mit Charterflügen nach London, Paris, etc., um Kloten zu entlasten.