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02.10.2006: Landrat Fritz Rengglis “vernetzte Gedanken“ (…)

 

Im Nidwaldner Amtsblatt vom 27.9.06 erschien unter dem Titel “Vernetzte Gedanken“ (…) mit Rückblick auf die Landratssitzung vom 20.9.06 hinsichtlich künftiger Nutzung des Flugplatzes Buochs von CVP-Landrat Fritz Renggli, Hergiswil, eine Politspalte.

Wie ist diese zu interpretieren? Weshalb kommt sie ausgerechnet aus Hergiswil? Und weshalb gerade von Fritz Renggli?


Erstens ist es ein “politischer Ging“ ans Bein der FDP Hergiswil (“Statt weiterer, auf simple Publizität … ausgerichteter Interpellationen – gemeint war natürlich jene von Landrat Ruedi Waser FDP, Hergiswil - fordert die CVP …“).

 

Zweitens verlangt Herr Renggli den neuen Wirtschaftsförderer als Führungsfigur (“zum Beispiel unter der Leitung des …“) für ein koordiniertes Vorgehen. Auch dies ist zumindest ein indirekter “politischer Ging“ ans Bein der beiden FDP-Regierungsräte.


Drittens
missbraucht Herr Renggli die florierenden Pilatus Flugzeugwerke mit 1100 Beschäftigten, die auf den Flugplatz angewiesen sei (…), als ob es um die Frage einer Flugplatzschliessung ginge.
Tatsache ist: der Flugplatz ist und bleibt Militärflugplatz, auch als “militärisch schlafende Basis“.


Viertens
macht Herr Renggli einen Frontalangriff auf einzelne (…) Korporationsmitglieder, Landwirte, Anwohner und Gruppierungen. Es sei an der Zeit, diese Individualinteressen (= Einzelinteressen) den existenziellen (…) Gesamtinteressen unseres Kantons unterzuordnen. Und tut damit so, als ob der Kanton Nidwalden kurz vor dem Konkurs stehe und zum Armenhaus der Schweizer Kantone zählte.


Fünftens
gilt es zu berücksichtigen, dass Herr Renggli externer Hof-Personalrekrutierer des Kantons Nidwalden ist, und für solche Mandate auch den Pilatus Flugzeugwerken dankbar ist/wäre. Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing!


Sechstens
ist Herr Rengglis plumper Polit-Versuch, die nicht zur Diskussion stehenden Arbeitsplätze des grössten Nidwaldner Arbeitgebers den erwähnten “Einzelinteressen“ gegenüberzustellen, völlig aus dem Zusammenhang gerissen und eine Verkennung der Realität sowie der Komplexität der ganzen Materie.


Tatsache ist, dass allein der - parteipolitisch neutrale - Schutzverband mit seinen Einzel-, Familien- und Kollektivmitgliedern sowie Gönnern die Interessen von weit über 1'100 Personen (!), auch solchen in Hergiswil, wahrnimmt. Es sei nur am Rande auf die verfassungsmässige Eigentumsgarantie, unter anderem … der Stockwerk- und Hauseigentümer, hingewiesen.

 

Fazit:
Was Landrat Fritz Renggli mit seiner Politkolumne “zum Besten“ gegeben hat, hat mit “vernetzten Gedanken“ beziehungsweise vernetztem Denken in keiner Art und Weise etwas zu tun. Es ist substanzlose, billige Politpropaganda!

All jene, die nicht nach der Geige der Luftfahrtlobby tanzen, öffentlich als Vertreter von “Einzelinteressen“ abzustempeln, ist als CVP-politischer Rohrkrepierer zu qualifizieren. Ganzheitlich denkende Nidwaldnerinnen und Nidwaldner lassen sich weder “unterordnen“ noch einen Maulkorb verpassen.
 

 

 
 
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