Im Nidwaldner
Amtsblatt vom 27.9.06 erschien unter dem
Titel
“Vernetzte Gedanken“ (…) mit
Rückblick auf die Landratssitzung vom
20.9.06 hinsichtlich künftiger Nutzung des
Flugplatzes Buochs von CVP-Landrat Fritz
Renggli, Hergiswil, eine Politspalte.
Wie ist diese
zu interpretieren? Weshalb kommt sie
ausgerechnet aus Hergiswil? Und weshalb
gerade von Fritz Renggli?
Erstens
ist es ein “politischer Ging“ ans Bein der
FDP Hergiswil (“Statt weiterer, auf simple
Publizität … ausgerichteter Interpellationen
– gemeint war natürlich jene von Landrat
Ruedi Waser FDP, Hergiswil - fordert die CVP
…“).
Zweitens
verlangt Herr Renggli den neuen
Wirtschaftsförderer als Führungsfigur (“zum
Beispiel
unter der Leitung des …“) für ein
koordiniertes Vorgehen. Auch dies ist
zumindest ein indirekter “politischer Ging“
ans Bein der beiden FDP-Regierungsräte.
Drittens
missbraucht Herr Renggli die
florierenden Pilatus Flugzeugwerke mit 1100
Beschäftigten, die auf den Flugplatz
angewiesen sei (…),
als ob es um
die Frage einer Flugplatzschliessung ginge.
Tatsache
ist: der Flugplatz ist und bleibt
Militärflugplatz, auch als “militärisch
schlafende Basis“.
Viertens
macht Herr Renggli einen
Frontalangriff auf
einzelne (…)
Korporationsmitglieder, Landwirte, Anwohner
und Gruppierungen. Es sei an der Zeit,
diese
Individualinteressen (=
Einzelinteressen) den
existenziellen (…) Gesamtinteressen unseres
Kantons
unterzuordnen. Und tut damit so,
als ob
der Kanton Nidwalden kurz vor dem Konkurs
stehe und zum Armenhaus der Schweizer
Kantone zählte.
Fünftens
gilt es zu berücksichtigen, dass Herr
Renggli
externer Hof-Personalrekrutierer
des
Kantons Nidwalden ist,
und für
solche Mandate auch den Pilatus
Flugzeugwerken dankbar ist/wäre.
Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing!
Sechstens
ist Herr Rengglis
plumper
Polit-Versuch, die nicht zur
Diskussion stehenden Arbeitsplätze des
grössten Nidwaldner Arbeitgebers den
erwähnten “Einzelinteressen“
gegenüberzustellen, völlig aus dem
Zusammenhang gerissen und eine Verkennung
der Realität sowie der Komplexität der
ganzen Materie.
Tatsache
ist, dass allein der - parteipolitisch
neutrale - Schutzverband mit
seinen Einzel-, Familien-
und
Kollektivmitgliedern sowie
Gönnern
die Interessen von weit über 1'100 Personen
(!),
auch solchen in Hergiswil,
wahrnimmt. Es sei nur am Rande auf die
verfassungsmässige
Eigentumsgarantie, unter anderem
… der Stockwerk- und Hauseigentümer,
hingewiesen.
Fazit:
Was Landrat Fritz Renggli mit seiner
Politkolumne “zum Besten“ gegeben hat, hat
mit
“vernetzten Gedanken“
beziehungsweise
vernetztem Denken in keiner Art und Weise
etwas zu tun. Es ist substanzlose, billige
Politpropaganda!
All jene, die
nicht nach der Geige der Luftfahrtlobby
tanzen, öffentlich als Vertreter von
“Einzelinteressen“ abzustempeln, ist als
CVP-politischer Rohrkrepierer zu
qualifizieren.
Ganzheitlich
denkende Nidwaldnerinnen und Nidwaldner
lassen sich weder “unterordnen“ noch einen
Maulkorb verpassen.