22.01.2015 / Flugplatz-Variantendiskussion – Stand Phase 1

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Die Phase 1 der Variantendiskussion Flugplatz Buochs ist abgeschlossen. Die Vertreter des Nidwaldner Regierungsrats und der Korporationen einigten sich auf zwei Flugplatz-Varianten (Nord- oder Südausrichtung) sowie auf verschiedene Grundsätze und Eckwerte der künftigen Nutzung, so unter anderem keine Entwicklung zu einem Regionalflugplatz und somit Beibehaltung des Status eines Flugfelds ohne Flugzulassungszwang. Bis 4. März läuft eine Vernehmlassung bei Gemeinden und verschiedenen Akteuren, so auch dem SBFB, zur Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Entwicklung des Flugfelds Buochs.

Im Flugplatzdossier Buochs läuft derzeit die Flugplatzvarianten- und Nutzungsdiskussion, die eigentlich schon vor vielen Jahren im Rahmen des Raumordnungskonzepts (ROK) und des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL), Objektblatt Buochs, hätte angegangen werden müssen. Dies umso mehr, als der Militärflugplatz Buochs anfangs 2004 in den landesweit einzigartigen Status einer Sleeping Base erhoben, faktisch also schon damals militärisch ausgemustert wurde.

Im Dezember 2013 verkaufte der Bund – vorerst – die südliche Hälfte des Militärflugplatzes Buochs an die vorkaufsberechtigten früheren Besitzer, die Korporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans. Seit November gleichen Jahres steht fest, dass die Sleeping Base Buochs im Rahmen des Stationierungskonzepts der Armee ganz aufgegeben werden soll. So der damalige Entscheid des Bundesrates. Grund genug, auch diese Tatsache in die Betrachtung der Variantendiskussion und des viel zu grossen Flugplatzperimeters einzubeziehen.

Für das Vorhaben der Variantendiskussion haben die Regierung, vertreten durch die Baudirektion Nidwalden und zwei weitere Regierungsräte sowie die vorerwähnten Korporationen einen Projektausschuss gebildet und das Büro INFRAS für die Moderation und fachliche Begleitung beauftragt.

Das Projekt der Varianten- und Nutzungsdiskussion erfolgt in zwei Phasen. Die erste Phase wurde soeben abgeschlossen. Dabei ging es hauptsächlich darum, ein Ziel- und Beurteilungssystem zu erarbeiten, das Variantenspektrum zu bestimmen und die Projektorganisation festzulegen. Zusätzlich wurden verschiedene Sondiergespräche mit ausgewählten direkt betroffenen Akteuren durchgeführt. So auch dem SBFB, der sich anfangs Oktober 2014 mündlich und schriftlich mit einem umfassenden Positionsbezug und klaren Erwartungen einbrachte.

Am 21. Januar 2015 wurden die Ergebnisse der Phase 1 den Vertretern der Flugplatzgemeinden, der Flugfeldbetreiberin, aviatischen Unternehmen, dem SBFB, etc. präsentiert.

Derzeit stehen zwei Ausrichtungsvarianten im Vordergrund:
Die Variante Nord mit Neubau des Flugplatzes auf dem rund 90‘000 m2 grossen Gelände der RUAG / Nidwalden AirPark AG (NAPAG) und einer westlich davon gelegenen, heute noch landwirtschaftlichen Fläche.

Die Variante Süd liegt im Südosten des Flugfelds, im Gebiet «Faden», Gemeinde Buochs.

Die ausführlichen Resultate der Phase 1 der Variantendiskussion des Flugplatzes Buochs sind in einer Statusdokumentation festgehalten, inklusive graphische Aufbereitung der vorerwähnten beiden Ausrichtungsvarianten auf den Seiten 19/20. Der Bericht umfasst auch verschiedene Grundsätze und Eckwerte der künftigen Nutzung. So beispielsweise keine Entwicklung zu einem Regionalflugplatz und daher Status eines Flugfelds ohne Flugzulassungszwang. Sodann das Prinzip der Eigenwirtschaftlicheit der Flugfeldbetreiberin, etc. Also nicht länger Subventionierung der Buochser Fliegerei mit öffentlichen Geldern, weder aus der Bundes- noch der Kantonskasse.

Die Statusdokumentation zur Variantendiskussion Phase 1 vom 21.01.2015 herunterladen

In den kommenden Tagen und Wochen analysiert der SBFB vertieft den vorerwähnten, umfassenden Statusbericht sowie den Entwurf zur Vereinbarung zu den Grundsätzen für die Entwicklung des Flugplatzes.

In der Phase 2 der Variantendiskussion erfolgt die Ausarbeitung der Varianten, die Ermittlung der Auswirkungen auf die Umwelt sowie die Wirtschaft und Gesellschaft. Sodann die Beurteilung der Varianten nach verschiedenen Kriterien.
Schliesslich geht es absolut zentral um die künftige Organisation und Finanzierung. Spätestens dann schlägt die Stunde der Wahrheit und Realität.

Wie präsentiert sich wohl die so genannte «Bestvariante», die Ende 2015 vorliegen soll?