06.11.2012 / Finanzierungs-Flop

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Turmbau zu Babel: Grössenwahn hier und dort. Nach Drehbuch der Aviatiklobby auch auf dem Privat-Flugfeld Buochs, wo auf 7 Hektaren die neue logistische Zentrale geplant ist. Und das auf einem zivilen Flugfeldperimeter von total 13 Hektaren (inklusive Hauptpiste und Rollwege).

Es soll mit der ganz grossen Kelle angerichtet werden: Neubau von aviatischen Infrastrukturvorhaben von 15 – 25 Millionen wie im Grundlagenpapier der Regierung beschönigend tief dargelegt wird. Darin sind zudem weder Rückbaukosten von Südpiste und Rollwegen noch die bodenseitige Verkehrs-Erschliessung enthalten.

Hinzu kommt laut aktueller Finanzplanung 2014 – 2017 des Kantons allein für den ökologischen Ausgleich des Aviatikvorhabens ein kumulierter Gesamtaufwand von 7.78 Mio. CHF für die grosse Deltaöffnung der Engelbergeraa.

Fantasievolle Köpfe liebäugeln damit, von den 23 Hektaren, die der Bund auf dem Flugplatz Buochs für “nur“ 2.415 Mio. CHF abstossen will, 6 Hektaren neu als Gewerbe- und Industrieland einzuzonen. In der Hoffnung, in den nächsten Jahren aus dem angedachten Mehrwert (…) die Dutzenden von Millionen finanzieren zu können.

Mit Verlaub: eine Tagträumerei. Für den SBFB ist absehbar, dass viel zu hohe Baulandpreise und / oder Baurechtszinsen resultieren werden. Und das notabene für Bauland in einem Hochwasser gefährdeten Gebiet und für nachweislich setzungsempfindlichen Baugrund!

Zudem gibt es in Nidwalden noch genügend Reserven von eingezonten Gewerbe-/Industrieflächen von über 2 Hektaren (!), die längst auf Abnehmer warten. Auf Jahre hinaus braucht es somit keine neuen Einzonungen.

Fazit: Das Finanzierungsmodell «Mehrwertabschöpfung» erweist sich als untauglich.