31.05.2010 / Es stinkt zum Himmel

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Der SBFB anerkennt die für die Leistungsfähigkeit der Pilatuswerke notwendigen Flugbewegungen; im Durchschnitt der letzten Jahre benötigte die Pilatus 4’300, im Rekordjahr 2004 deren 6’217.

Die Kosten für Rückbau, Renaturierung sowie für die Beseitigung der von der Luftwaffe hinterlassenen Umweltlasten auf dem Flugplatz Buochs werden deftig ausfallen. Das dem Bund fehlende Geld sollen nun andere ausgeben. Die NW Regierung springt dienstfertig eiligst in die Bresche.

Am 18. Mai 2010 gab die Regierung an einer Medienveranstaltung den Objektkredit zuhanden des Landrates für den Kauf von 230’000 m2 Land auf dem Militärflugplatz Buochs zum Preis von 2.4 Mio. CHF bekannt. Wen wundert’s, dass der Bund durch Abwesenheit glänzte, derweil diese Lücke durch die Präsenz von gleich vier Regierungsräten kaschiert wurde.

Auf die heisse Frage der Medien, wie sich denn der Kaufpreis zusammensetze, wimmelte RR Beat Fuchs wohlweislich ab, es gebe für alles nur einen Gesamtbetrag, quasi eine Pauschale. Wie kommt es denn, dass der Kauf in der Botschaft an den Landrat exakt mit CHF 2’414’968 akribisch genau beziffert worden ist?

Es stinkt zum Himmel, wie das Geschäft über die Bühne gehen soll. Ausgerechnet diese absolut zentrale Vorlage, welche enorme  Sachzwänge mit nicht ausgewiesenen Folgekosten in erheblicher zweistelliger Millionenhöhe nach sich ziehen wird, untersteht nicht dem Referendum!

Nach all den vergeigten Jahren der Starplaner samt BAZL, vorab in Sachen Sicherheit, ist keine Eile geboten. Alles zurück an den Absender! Das Geschäft soll sauber ausgearbeitet und alle Folgekosten kommuniziert werden.