29.06.2010 / Der Breitling-Unsinn

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Der SBFB anerkennt die für die Leistungsfähigkeit der Pilatuswerke notwendigen Flugbewegungen; im Durchschnitt der letzten Jahre benötigte die Pilatus 4’300, im Rekordjahr 2004 deren 6’217.

Das Immobilienangebot in Nidwalden war noch nie so gross wie im 2010. Seit geraumer Zeit warten über 100 Objekte auf Mieter. Und ebenso viele auf Käufer von Wohneigentum im Wert von rund 250 Mio. CHF. Die Nachfrage harzt. Und dies trotz tiefsten Hypo-Zinsen, rekordtiefen Steuern und traumhafter Wohnlage.

Gleichzeitig sind die Logiernächtezahlen  (Hotels und Camping) seit Jahren im Sinkflug. Im 2009 waren es noch 209’210 (-22 % gegenüber 2005). Und dies trotz intakter Natur, absolut einzigartiger Szenerie, touristisch sensationellen Angeboten und immer mehr Ferienreiseverkehr.

Und was macht man in Nidwalden wie sonst nirgends in diesem Land? Die Aviatiklobby breitet dem Akrobatik-Geheul der Breitlingflotte mit tschechischen Militärjets und dem ohrenbetäubenden Gedröhn ihrer Oldtimer den roten Teppich aus. Ein veritabler Prestige-Unsinn zum Vergnügen von Wenigen! Und zum volkswirtschaftlichen Schaden der Allgemeinheit.

Diese Fun- und Jekami-Veranstaltung rechtfertigt Regierungsrat Gerhard Odermatt auf Anfrage vom 21.6.2010 mit “zusätzlichen Logiernächten“. Und blendet dabei locker aus, dass das enorme Logiernächte-Potenzial des Ferienreiseverkehrs nicht im Ansatz ausgeschöpft und zudem geschädigt wird.

Schlimmer noch: für den Gegenwert von «zusätzlichen Logiernächten» wird die Bevölkerung im extrem engen und äusserst dicht besiedelten Talboden höchst riskanten Akrobatiktrainings ausgesetzt. Ein Verhältnisblödsinn!