Chronologische Entwicklung

16.3.2004
Der Nidwaldner Regierungsrat beschliesst, dass der SBFB in der 19-köpfigen Kommission „Koordination Flugplatz Buochs“ Einsitz nimmt. Erste Kommissionssitzung: 29. April 2004.

14.1.2004
Die Nidwaldner Regierung spricht sich im Grundsatz für den Dauerbetrieb des Luftschiffes aus. Das BAZL wird ersucht, der Luftschiff-Betreiberin gewisse Auflagen zu machen. Die entsprechenden Auflagen sind für den SBFB allerdings zu unverbindlich formuliert.

19.12.2003
Die Nidwaldner Regierung vertagt den Grundsatzentscheid zum Zeppelin, spricht sich jedoch bereits gegen Werbung am Luftschiff aus, es sei denn, diese stehe in Verbindung mit Nidwalden.

5.12.2003
Der SBFB spricht sich in der Vernehmlassung zum Betrieb 2004 des Zeppelin zuhanden des Nidwaldner Regierungsrates aus.
Aus raumplanungsrechtlichen Gründen kein Dauerbetrieb, da bisheriger Standort nicht zonenkonform und damit nicht legal. Deshalb Verlängerung des Versuchsbetriebes: Betrieb für die Skycruise als neuer Nutzerin unter anderem grundsätzlich von Montag bis Freitag mit Mittagspause (bisher Mittwoch bis Sonntag), Mindestflughöhe 400 über Grund, Lärmreduktion an der Quelle (also am Luf-schiff), Verlegung des Standortes des Luftschiffes aus der Nähe einer Reihe bewohnter Liegenschaften in den Raum der Nebenpiste und keine Werbung am Luftschiff.

24.5.2003
Wechsel an der Spitze des Komitees „Ja zur zivilen Nutzung“. Ferdinand Meyer, Wolfenschiessen, löst den bisherigen Präsidenten Alfred Müller ab. Und für Marie-Theres Scheurer, Engelberg, rückt der ehemalige Engelberger Tourismus-Direktor und heutige Gemeinderat sowie Statthalter Charles Christen nach.

7.5.2003
Beginn des Luftschiff-Versuchbetriebes 2003 mit Rundflügen ab dem Flugplatz Buochs. Provisorische, befristete Bewilligung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) an die Betreiberin des Luftschiffes, die AMS Airship Management Services Inc., Greenwich, Conn., USA. Weil das Luftschiff in den USA registriert ist – Immatrikulation unter N-605SK -, liegt die Aufsicht und Zuständigkeit über das Luftschiff bei der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA und nicht etwa dem BAZL.

23.10.2002
Gemäss Landratsbeschluss erhält die Airport-Buochs AG, an der die Pilatus Flugzeugwerke AG und die Wirtschaftsförderungsstiftung Nidwalden / Engelberg je zu 50 % am Aktienkapital beteiligt sind, vom Kanton Nidwalden finanzielle Unterstützung. Der ordnungspolitische Sündenfall ist nun auch in Nidwalden perfekt. Der Rat beschliesst einen Objektkredit über insgesamt 210’000 Franken, der für die Jahre 2002 bis 2004 mit je 70’000 Franken über die Wirtschaftsförderungsstiftung in die Kasse der Airport-Buochs AG (Flugplatzbetreiberin) fliesst. Deckmantel: „Geld für die Flugsicherung“. Der Rat verwarf im März 2002 den beantragten Swiss-Kredit über gut 500’000 Franken des Kantons Nidwalden. Wo bleibt die Logik?

20.9.2002
Bundesrat und Verteidigungsminister Samuel Schmid informiert die Öffentlichkeit, dass der Militärflugplatz Buochs nicht mehr modernisiert werde, und dass Buochs per 1.1.2004 eine „sleeping base“ wird. Das bedeutet unter anderem die Aufhebung der auf dem Flugplatz Buochs Dienst leistenden Flugplatzabteilung 10 per 31.12.2003 und somit keine Truppenstationierung mehr.

12.4.2002
Haupturteil des Bundesgerichtes: die jahrelange Hauptzielsetzung des SBFB ist erreicht, das Betriebsreglement vom Mai 1998 mit dem „Lärmkorsett“ auf der Basis einer Lärmmenge von jährlich 6’512 militärischen – davon 2’200 Jetbewegungen – und 8’000 zivilen, somit insgesamt 14’512 Flugbewegungen, vom Tisch. Bei einem Abbau vor allem der militärischen Jetflugbewegungen (Mirage, Tiger, etc.) wären über dieses vielgepriesene „Gesamtlärmkorsett“ mehrere zehntausend Flugbewegungen weniger Lärm verursachender Zivilflugzeuge möglich geworden. Die Vision „Regionalflugplatz Zentralschweiz“ hätte in diesem „Gesamtlärmkorsett“ also bestens Platz gefunden.
Das doppelgleisig angelegte Prozessdispositiv des SBFB mit einer Privatbeschwerde eines Vorstandsmitgliedes und der Verbandsbeschwerde führte zum Erfolg.

15.1.2002
Das Bundesgericht lehnt das Gesuch der Airport Buochs AG ab und verfügt gleichzeitig den Abschluss der Instruktionsphase sowie des Schriftenwechsels. Das Verfahren werde erneut aufgenommen.

21.12.2001
Gesuch der Airport Buochs AG um weitere Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens einstweilen bis zum 31.12.2002 (…).

1.9.2001
Die Flugplatzgesellschaft Buochs AG heisst neu: Airport-Buochs AG. Die Geschäftsstelle, welche bis anhin im Volkswirtschaftsdepartement Nidwalden, Stans, geführt wurde, ist neu beim Flugplatz in den Räumlichkeiten der Pilatus-Flugzeugwerke AG. Geschäftsführer ist neu André Zimmermann, Direktionssekretär der Pilatus Flugzeugwerke.
Die Ausgliederung der Geschäftsstelle aus der Volkswirtschaftsdirektion wurde vom SBFB seit langem gefordert. Jetzt endlich umgesetzt.

15.8.2001
Das Bundesgericht gibt dem Sistierungsgesuch der Flugplatzgesellschaft Buochs AG bis zum 31.12.2001 statt und fordert sie auf, ein neues Gesuch für eine Betriebsbewilligung für eine erweiterte zivile Nutzung einzureichen. Laut Bundesgericht erscheint es vor dem Hintergrund des bisherigen Instruktionsergebnisses in der Tat sinnvoll, wenn sich die Flugplatzgesellschaft „ernsthaft“ damit be-fasst, ein neues Gesuch für die Genehmigung des Betriebsreglementes einzureichen.

12.7.2001
Stellungnahme des SBFB zuhanden des Bundesgerichtes. Ablehnung der von der Flugplatzgesellschaft Buochs AG beantragten Sistierung des Verfahrens bis zu 31.12.2001 und Antrag auf verzugs-loses Gerichtsurteil im 3. Quartal 2001.

29.6.2001
Die Flugplatzgesellschaft Buochs AG nimmt zuhanden des Bundesgerichtes schriftlich Stellung zur Berechnungsweise des militärischen Fluglärms im Lärmbelastungskataster 2000 des Bundes.
Die Beklagte räumte erstmals vor Gericht ein, dass es „sinnvoll erscheint“, das Betriebsreglement zu ändern. Sie stehe diesbezüglich mit den zuständigen Stellen in Kontakt. Faktisch kam dieses Eingeständnis einer Gutheissung der Beschwerde des SBFB gleich. Die Beklagte beantragte, das Verfahren einstweilen bis zum 31.12.2001 zu sistieren.

14.5.2001
87 % der Emmer-Stimmberechtigten lehnen mit 10’130 NEIN eine Umnutzung des Militärflugplatzes Emmen ab. Der Regionalflughafen Zentralschweiz (als verlängerter Arm des Flughafens Kloten) ist nun auch in Emmen vom Tisch, ebenso eine Ausweitung der bisherigen Betriebszeiten auf die Randstunden am Morgen, Abend, über den Mittag sowie auf Samstage, Sonn- und Feiertage.

27.2.2001
Prozessbegleitende Vorbereitungsverhandlung am Bundesgericht. Sehr ermutigende Aussichten für die Beschwerdeführer! Die zusammenfassenden Aussagen des Gerichtes lassen im Hinblick auf das zu erwartende Haupturteil keine Zweifel offen.

20.1.2001
Teilnahme des SBFB an der Klausurtagung des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen; Vermittlung von Schlüsselininformationen.

19.12.2000
SBFB ergänzt die NOVEN-Eingabe vom 18.3.2000 beim Bundesgericht.

22.11.2000
Gründung des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen (SVE) im Zentrum Gersag, Emmen, vor rund 150 Personen. Mit von der Partie sind auch Präsident des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flughafen Zürich, Peter Staub, FDP-Mitglied und Gemeindepräsident Dällikon ZH sowie der SBFB. Der SBFB überzeugt die Versammlung dazu, sich Widerstand gegen einen Regionalflugplatz sowohl in Emmen als auch in Buochs auf die Fahne zu schreiben.

21.9.2000
Der Obwaldner Kantonsrat stimmte der Offerte des Eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zum Kauf des Flugplatzes Kägiswil über Fr. 700’000.– oppositionslos zu.
Die künftige Nutzung sei noch völlig offen. „Die Fluggruppen hätten nun aber genügend Zeit, sich nach einem anderen Standort umzusehen.“.

20.9.2000
Neuer Schub für die zivile Nutzung des Militärflugplatzes Emmen: die Interessengemeinschaft Aviatik Emmen (Zentralschweizer Handelskammer, Flughafen-Immobilien-Gesellschaft FIG, Zürich, etc.) kündigt an, den Flugplatz bis in drei bis vier Jahren als Regionalflughafen Zentralschweiz mit Linien- und Charterverbindungen innerhalb Europas auszubauen. Gemäss Abklärungen seien Crossair/(Swissair) wie auch die Lufthansa an Verbindungen interessiert. Bei Investitionen von 4 Mio. Franken und einem jährlichen Aufwand von 6 Millionen Franken wird ab dem zweiten Betriebsjahr mit 7’000 Flugbewegungen und 160’000 Passagieren mit einer kostendeckenden Rechnung gerechnet.
Der Status des Regionalflughafens bedeutet: Ausweitung der Betriebszeiten auf Samstag und Sonntag sowie von morgens 6 Uhr bis abends um 23 Uhr (plus Verspätungen …). Flugzulassungszwang!

18.9.2000
Antwort des VBS im Zusammenhang mit Differenzen zwischen dem Lärmbericht der Initianten einer erweiterten zivilen Nutzung und dem seit März 2000 offiziellen Lärmbelastungskataster für den Militärflugplatz Buochs.
Aufgrund der Intervention des SBFB (NOVEN-Eingabe vom 18. März 2000 beim Bundesgericht und Schreiben vom 20.4./2.5.00 an das Bundesamt für Betriebe der Luftwaffe (BABLW), Dübendorf, liess das VBS von der EMPA einen Bericht ausarbeiten. Dem 42-seitgen Bericht Nr. 412444 (intern: 514.2023) samt Farbbeilagen und dem Begleitschreiben ist – wie nicht anders zu erwarten war – zu entnehmen, dass der Lärmbericht 96 der Initianten für eine erweiterte zivile Nutzung infolge anderer Quellenwerte „technisch überholt“ ist!

25.8.2000
Neuer Verwaltungsrat bei der Flugplatzgesellschaft Buochs AG: der bisherige Präsident, Werner Odermatt und Herbert Gnos treten zurück; neben dem bisherigen René Rinderknecht vertreten neu Landrat Marc Blöchlinger (neu VR-Präsident), Ennetbürgen und Christian Waser, Ennetbürgen, die Wirtschaftsförderungsstiftung Nidwalden / Engelberg.
Daneben nimmt die Pilatus Flugzeugwerke AG mit Oscar J. Schwenk, Oskar Bründler (Finanzchef) und Markus Kälin (Leiter Unterhalt) neu im VR Einsitz. Gleichzeitig übernimmt die Pilatus Flugzeugwerke AG neu 50 % der Aktien, der Rest verbleibt bei der Wirtschaftsförderungsstiftung. Die Pilatus Flugzeugwerke AG ist ab sofort zuständig für die Sicherstellung des operationellen Betriebes auf dem Flugplatz Buochs. Dazu gehört insbesondere auch die Flugsicherung. Ferner wird mitgeteilt, dass der Verwaltungsrat an der ÜBERARBEITUNG … des vom SBFB beim Bundesgericht mit Beschwerde vom 31.12.1999 gerügten Benutzerreglementes arbeitet, um, Zitat „NNZ“ vom 26.8.2000, „klare Kriterien für sämtliche fliegerischen und terrestrischen Nutzungen auf und um den Flugplatz festzuhalten.“.

20.4./2.5.2000
Der SBFB verlangt beim Bundesamt für Betriebe der Luftwaffe (BABLW) Dübendorf die Beantwortung einer Reihe von Fragen betreffend gravierender Differenzen des im Spätsommer 1996 von den Initianten einer erweiterten zivilen Nutzung öffentlich aufgelegten Lärmberichtes und dem nun seit März 2000 offiziellen Lärmbelastungskataster (LBK). Mit Schreiben vom 3. Mai vertröstet das BABLW den SBFB mit einer Antwort frühestens Ende August und erwähnt, dass ab sofort (…) das VBS Bern in dieser Sache zuständig sei.

18.3.2000
Gründung des Vereins „Ja zur zivilen Nutzung“. Dem Vorstand gehören an: Dr. Alfred Müller, Hergiswil (Präsident), Marco Bazzani, Hergiswil, Ralph Bode, Alpnach Dorf, Thomas B. Bosshard, Dallenwil, Ferdinand Meyer, Wolfenschiessen, Dirk Post, Oberdorf, Marie-Theres Scheurer, Engelberg.

18.3.2000
Der SBFB interveniert beim Bundesgericht mit einer NOVEN-Eingabe zum neuesten Sachverhalt der Lärmbelastung auf dem Flugplatz Buochs und verlangt unter anderem die umgehende Sicherstellung der zur Diskussion stehenden Unterlagen beim BABLW Dübendorf zuhanden der Gerichtsakten.

13.3.2000
Der SBFB verlangt beim Bundesamt für Betriebe der Luftwaffe (BABLW), Dübendorf, Herrn Otto. T. Dummermuth, den präsentierten Lärmbelastungskataster samt Berechnungsgrundlagen und Lärmkarten. Wegen einer Differenz bei den zivilen Flugbewegungen im Vergleich zum damaligen Lärmbericht für eine erweiterte zivile Nutzung war Dummermuth nicht bereit, die Unterlagen herauszugeben.

10.3.2000
Buochs: der Bund präsentiert den Lärmbelastungskataster für den Militärflugplatz Buochs. In Buochs und Ennetbürgen werden die Plan- und Immissionsgrenzwerte und in Stans die Plangrenzwerte überschritten! Die Gesamtlärmbelastungswerte (Militär- und Zivilaviatik) stehen in krassem Widerspruch zum Lärmbericht der Nidwaldner Wirtschaftsförderungsstiftung als Beilage zum damaligen Gesuch der erweiterten zivilen Nutzung. Für den SBFB nicht verwunderlich, ist doch bereits seit dem 18.2.1998 aus der Lokalpresse bekannt, dass nicht nur auf dem Militärflugplatz Emmen die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung verletzt werden, sondern, dass auch der Militärflugplatz Buochs lärmsanierungpflichtig ist.

4.2.2000
1/1-seitiges Inserat im „Nidwaldner Blitz“: „Ja zu einer sinnvollen Benutzung des Flugplatzes! Das sagt der Schutzverband seit seiner Gründung!“.

27.1.2000
Patronatsverein der Wirtschaftsförderung kündigt Komiteegründung „Ja zu einer sinnvollen Mitnutzung des Flugplatzes“ an. Aufruf an Unternehmungen, ihren Namen für Werbemittel zur Verfügung zu stellen und Aufruf zu Leserbriefen.

20.1.2000
Aufruf des Patronatsvereins für die Stiftung zur Erhaltung und Förderung der Wirtschaft der Region Nidwalden/Engelberg an seine Mitglieder zur Gründung eines Komitees „JA zur zivilen Nutzung des Flugplatzes Buochs“. Verunglimpfung der Opposition mit personalisiertem Schreiben.

31.12.1999
Verwaltungsbeschwerde des SBFB und eines Vorstandsmitgliedes als Privatperson beim Bundesgericht nach vorgängiger eingehender Analyse und Abwägung aller Elemente (einstimmiger Beschluss anlässlich einer ausserordentlichen Vorstandssitzung). In Absprache mit dem SBFB verzichten der WWF Sektion Unterwalden und der VCS Sektion Nidwalden / Obwalden aus prozesstrategischen Gründen auf eine Beschwerde in Lausanne. Beide Organisationen stehen hinter dem Vorgehen des SBFB.

6.12.1999
Schreiben des SBFB an die Flugplatzgesellschaft Buochs AG mit Frist bis zum 13.12.1999 zur Auslotung möglicher Konzessionen, leider ergebnislos.

17.11.1999
Entscheid des Generalsekretariates des UVEK zu den verschiedenen Beschwerden betreffend erweiterte zivile Nutzung des Flugplatzes Buochs und das entsprechende Betriebsreglement vom Mai 1998. Auf die Beschwerde des SBFB wird nicht eingetreten, alle anderen werden abgewiesen.

Mai 1999
In den Gemeinde-Nachrichten, dem Ennetmooser FENSTER Nr. 1, nimmt der Gemeinderat Stellung zum Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL). Er „lehnt zum Schutz der Anwohner einen Ausbau des Betriebes an Wochenenden ab“.

30.4.1999:
Augenschein des Generalsekretariates des UVEK auf dem Flugplatz Buochs in Anwesenheit der Parteien und weiterer interessierter Kreise, so unter anderem auch des damaligen Nidwaldner Landammanns Meinrad Hofmann. Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor sowie Präsident der Flugplatzgesellschaft Buochs AG, Werner Odermatt, signalisierte grundsätzliche Bereitschaft, eine Begrenzung des Gesamtbetriebs – das heisst der militärischen und zivilen Flugbewegungen – ins Betriebsreglement aufzunehmen, wenn alle Beschwerdeführenden ihre Beschwerden bedingungslos zurückziehen. Die Beschwerdeführer lassen sich auf dieses Angebot nicht ein. Die Einigungsverhandlung endet ergebnislos.

29.4.1999
Der Nidwaldner Regierungsrat spricht sich im Landrat zur zivilen Nutzung aus. „Einen Regionalflugplatz Zentralschweiz lehnen wir jedoch ab“, so Volkswirtschaftsdirektor Meinrad Hofmann.

4.3.1999
Bekanntgabe der Reorganisation des Bundesamtes für Betriebe der Luftwaffe (BABLW) in Buochs und Nutzung des Flugplatzes Buochs durch die Luftwaffe nur noch während den Wiederholungskursen und den Drohnenrekrutenschulen.

5.10.1998
Das Rechtsbegehren der Flugplatzgesellschaft Buochs AG bezüglich Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerden wird durch den Rechtsdienst des Eidg. Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchstellers abgelehnt.

19.8.1998
Aussprache der gesamten Opposition mit der Flugplatzgesellschaft Buochs AG.

19.8.1998
Rechtsbegehren der Flugplatzgesellschaft Buochs AG, vertreten durch ihren Rechtsanwalt, Herrn lic. iur. Johannes Blöchliger, Hergiswil, den Beschwerden sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen.

13.7.1998
Chargé des SBFB an den Nidwaldner Regierungsrat: Interessenwahrnehmung für die Mitglieder und Gönner mit Haus- und / oder Wohneigentum; je nach weiterer Entwicklung: Vorbehalt einer Sammelklage wegen Entwertung und wesentlich schlechterer Vermietbarkeit der Liegenschaften.

29.6., 4.7. und 8.7.1998
Beschwerden gegen das geänderte Betriebsreglement:
Beschwerde des SBFB sowie eines Vorstandsmitgliedes als Privatperson
Beschwerde des VCS, vertreten durch die Sektion Nidwalden / Obwalden und
Beschwerde des WWF Schweiz, vertreten durch die Kantonalsektion Unterwalden

27.5.1998
Genehmigung des geänderten Reglements für die zivile Flugplatznutzung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL).

17.5.1998
Aktivität des SBFB „Kein Regionalflugplatz“ mit Ross und Wagen auf dem Flugplatz und in der Gemeinde Ennetbürgen.

„NNZ“ 18.2.1998
Der Lärmbelastungskataster für den Militärflugplatz Emmen, präsentiert durch den Bund, zeigt Verletzungen der Grenzwerte der Lärmschutzverordnung auf. Der Flugplatz ist lärmsanierungsbedürftig. In diesem Zusammenhang wird im Bericht der „NNZ“ auch die Situation in Buochs angesprochen, und zwar wörtlich wie folgt:
„In Buochs wurde aufgrund der Frage, ob der Flugplatz zivil zu nutzen sei, mit der Beteiligung der Wirtschaftsförderung ein provisorischer Lärmbelastungskataster erstellt; dieser soll nun nachbearbeitet werden und Ende 1999 vorliegen. Auch in Buochs sind Sanierungen fällig.“ Im Klartext: auch in Buochs werden die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung verletzt.

16.1.1998
Bekanntgabe der vorzeitigen Ausmusterung der 29 verbliebenen Mirage IIIS. Über das Jahr 2000 hinaus sollen nur noch die 17 verbliebenen Mirage-Aufklärer IIIRS in der Schweizer Luftwaffe weiterfliegen.

22.12.1997
Gründung der Flugplatzgesellschaft Buochs AG (AK 100’000.–, voll libriert). Eigentlich hätte die Wirtschaftsförderungsstiftung Nidwalden / Engelberg als Betreiberin des Flugplatzes Buochs auftreten wollen. Weil das Vorhaben mit dem Zweck der Stiftung nicht vereinbar ist, stellte das BAZL die Forderung, es müsse eine separate Organisation gegründet werden. Auslöser war die Eingabe vom 1.7.1997 des vormaligen Komitees „Kein Ausbau zum Zivilflugplatz Buochs“ an das Bundesamt, dass die Stiftung aus rechtlichen Gründen nicht Flugplatzhalterin werden könne.

5.11.1997
Gründung des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs SBFB in Stans vor gut fünfzig Anwesenden.

22.8.1997
Gründung des SBFB durch Komitee „Kein Ausbau zum Zivilflugplatz“ angekündigt.

24.7.1997
Schreiben des Gemeinderates Stans an den Nidwaldner Regierungsrat mit Kopie an BAZL, die Gemeinderäte Ennetbürgen und Buochs sowie an das Komitee: Stans hält an Forderungen gemäss Stellungnahme vom 12.2.97 fest.

Ostersamstag, 29.3.1997
„Faules Ei auf der Startpiste“ Aktion des WWF Unterwalden auf dem Flugplatz Buochs.
Mit einem übergrossen Ei aus Styropor wird gegen den Ausbau des Flugplatzes Buochs protestiert. Das ganze Projekt scheine von aussen perfekt zu sein, innen stinke die Sache jedoch gewaltig, begründet der WWF die Aktion.

24.2.1997
Stellungnahme des Nidwaldner Regierungsrates zuhanden des BAZL (= Antrag der Volkswirtschaftsdirektion …) ohne jegliche Einschränkungen. Und damit krasse Missachtung und Verniedlichung der Bedürfnisse breiter Kreise der Nidwaldner Bevölkerung sowie der Petitionäre „Kein Ausbau zum Zivilflugplatz Buochs“. Missachtung klarer Forderungen des Gemeinderates Stans!

20.1.1997
Projektausschuss orientiert den Nidwaldner Regierungsrat über Absichten und Gesuch.

8.1.1997
„Informationsdefizit-Bereinigung“ des Projektausschusses mit Gemeinderäten.
Die Gemeinden Stans, Ennetbürgen und Buochs reichen Monate nach Ablauf der Frist für die Eingabe ihrer Stellungnahme zuhanden des Nidwaldner Regierungsrates eine zweite, deutlich abgeschwächte Stellungnahme ein. Dies auf Druck der Fliegerlobby. So hält beispielsweise der Geschäftsführer des Aero Clubs Schweiz AeCS (Dachverband der Leicht- und Sportaviatik), Luzern, Herr Thomas B. Bosshard, in seinem Fax vom 25.11.1996 zuhanden von Herrn Hanspeter Schüpfer, Volkswirtschaftsdirektion Nidwalden unter anderem wörtlich fest:
„Es scheint uns, dass schon aus taktischen Gründen der erste Vorschlag so offen wie nur möglich hätte gestaltet werden müssen. Insbesondere die bereits im ersten Vorschlag vorgenommene Einschränkung der Betriebszeiten scheint uns kontraproduktiv zu sein, die nun vorliegenden Eingaben (…), die weitere Beschränkungen fordern, geben uns recht. Die Spielmasse der eventuell notwendigen Konzessionen wurde damit bereits vorgängig beschränkt, ohne dass eine Notwendigkeit dazu vorlag.“ Und weiter:
„Es muss deshalb in den Gesprächen mit den Gemeinden (…) absolut auf die heutigen Benützungszeiten hingewiesen werden und jegliche weitere Einschränkung, die weiter als die bereits eingrenzende Bestimmung im Bewilligungsentwurf geht, verhindert werden. Im Hinblick auf eine spätere extensivere Nutzung des Platzes wären Kompromisslösungen zum heutigen Zeitpunkt fahrlässig, da höchst wahrscheinlich irreversibel.“

„NNZ“ 5.12.1996
Gemeindepräsident Marc Blöchlinger, Ennetbürgen: „Auf der anderen Seite will die Bevölkerung an Samstagen und Sonntagen Ruhe.“. „Wir müssen uns zudem bemühen, dass die Flugzeiten auf die Werktage und auf die ordentliche Arbeitszeit beschränkt wird.“.

„NNZ“ 8.11.1996
Gemeinderat Stans: „Flugplatznutzung ohne Ausweitung“
„In der Interessenabwägung für die Gemeinde selber wurden für das Betriebsreglement einige Forderungen eingereicht. Die Lärmbelastung soll den bisherigen Rahmen nicht sprengen, deshalb die Beschränkung der Flugzeiten auf die übliche Arbeitszeit während des Tages und kein spezieller Wochenendverkehr. In diesem Zusammenhang äussert sich, nach Aussage von Gemeindepräsident Heinz Keller, der Gemeinderat auch für eine restriktive Haltung gegenüber Helikoptern. Schliesslich werde der Raum um den Flugplatz als Erholungsgebiet betrachtet, das nicht wegen übermässigen Fluglärms konkurrenziert werden solle. Auch solle die Nutzung des Bauerwartungslandes nicht geschmälert werden.“.

24.10.1996
Ennetbürgen: Podiumsgespräch und Diskussion um die zivile Mitbenutzung des Militärflugplatzes Buochs. Podiumsgesprächsteilnehmer ist unter anderem Alex Bruckert, Direktor der Zentralschweizerischen Handelskammer, der treibenden Kraft für einen Regionalflugplatz Zentralschweiz in Emmen oder Buochs.

24.9.1996
4’300 Petitionsunterschriften des Komitees „Kein Ausbau zum Zivilflugplatz Buochs und Emmen“ (knapp 2’000 Unterschriften aus Nidwalden) der Regierung übergeben.

17.9.-18.10.1996
Öffentliche Auflage des Gesuchs für eine erweiterte zivile Nutzung des Flugplatzes Buochs in den Flugplatzgemeinden, worauf gut zwei Dutzend Eingaben als Stellungnahmen oder Einsprachen eingehen. Die Sichtung der Einwände erfolgt durch Hanspeter Schüpfer, Sekretär der Volkswirtschaftsdirektion und … Mitglied des Projektausschusses für eine erweiterte zivile Nutzung. Schüpfer rapportiert an Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Werner Odermatt, der gleichzeitig Präsident der Wirtschaftsförderungsstiftung und späteren Flugplatzgesellschaft Buochs AG ist.

26.7.1996
Gesuch und Betriebsreglement für die erweiterte zivile Nutzung des Flugplatzes Buochs durch Projektausschuss beim BAZL deponiert. Basiswerte Ausgangsjahr 1995: jährlich 6’512 militärische und 6’099 zivile Flugbewegungen. Prognosejahr 2000: jährlich 6’512 militärische und 8’000 zivile Flugbewegungen.

15.5.1996
Kurzbericht der Bächtold AG Ingenieure ETH/SIA, Bern und der EMPA Dübendorf über die Auswirkungen auf den Lärmbelastungskataster bei folgenden drei Szenarien der Projektinitianten einer erweiterten zivilen Nutzung. 1 Flugbewegung entspricht einem Start oder einer Landung.

Ist-Zustand 1995 Szenario 1 Szenario 2 Szenario 3
Militärische Flugbewegungen 6’512 6’512 6’512 6’512
Zivile Flugbewegungen 6’099 7’300 13’200 25’100
Total Flugbewegungen 12’611 13’812 19’712 31’612

 

„Ein umweltschutzgesetzgebungskonformer militärischer und ziviler Flugbetrieb ist im Rahmen des Szenarios 2 mit insgesamt in etwa 20’000 Flugbewegungen möglich“, so ein Element des Fazits des Kurzberichtes der Bächtold Ingenieure AG, Bern.

4.7.1995
Orientierung des Stiftungsrates der Wirtschaftsförderungsstiftung über das Projekt. Beschluss des Stiftungsrates, die zivile Nutzung weiter zu verfolgen.

„NNZ“ 1.7.1995
Veröffentlichung der Resultate der repräsentativen Meinungsumfrage des Link-Institutes im Auftrag der „LNN“ zur Zukunft des Militärflugplatzes Buochs: 45 % von 511 Befragten wollen keine zivile Nutzung des Flugplatzes Buochs, 39 % sind für eine vermehrte zivile Nutzung und 16 % wussten keine Antwort.

6.4.1995
Medienorientierung der Wirtschaftsförderung Nidwalden zur zivilen Mitbenützung des Militärflugplatzes Buochs.

Mitte 1994
Zivile Mitbenützung des Militärflugplatzes Buochs wird im geschäftsführenden Ausschuss der Wirtschaftsförderungsstiftung eingeleitet.

Mitte 1994
Die Zentralschweizerische Handelskammer untersuchte die Machbarkeit eines Regionalflugplatzes Zentralschweiz. Zur Diskussion stehen die drei Militärflugplätze Alpnach, Buochs und Emmen. Die Studie der Zentralschweizerischen Handelskammer kommt dabei zum Ergebnis, dass nur die Standorte Buochs oder Emmen für einen Regionalflugplatz in Frage kommen.