14.12.2011 / Flugplatz Buochs – Grundlagenpapier als Diskussionsgrundlage

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Jetzt liegt es vor – das seit Jahren überfällige Grundlagenpapier zum Flugplatz Buochs bezüglich künftiger Nutzungs- und Erschliessungsplanung, künftiger Organisation des Flugbetriebs sowie künftigen Eigentumsverhältnissen. Es geht letztlich um die Kardinalsfrage, wie viel Aviatik Nidwalden denn wirklich braucht. Der regierungsrätliche Flugplatz-Ausschuss informierte heute das Kantonsparlament (Landrat) über das Grundlagenpapier, das als Diskussionsgrundlage dienen soll. Vom massiven Aviatik-Ausbauvorhaben des Flugplatzes Buochs sind nicht nur die Korporationen und umliegenden Gemeinden als Körperschaften betroffen, sondern auch die von den Immissionen betroffenen Anwohner und Personen, die in der ganzen erweiterten Region Vierwaldstättersee Erholung suchen. Und obendrein erst noch die Allgemeinheit der Steuerzahler! Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs (SBFB) nimmt zu dieser Angelegenheit zweistufig Stellung: in Kürze zum Inhalt der Medienmitteilung der NW Staatskanzlei vom 14.12.2011 bis spätestens Mitte Januar 2012 zum umfangreichen, komplexen Grundlagenpapier. Medienmitteilung des Kantons NW vom 14.12.2011 Grundlagenpapier des Kantons vom NW 14.12.2011

25.10.2011 / Nidwaldner Staatsgeheimnisse

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Ab anfangs Feb. 2011 fand die Vernehmlassung zu den Vorhaben des kant. Umsetzungsprogramms 2012 – 2015 gemäss neuer Regionalpolitik des Bundes statt. Inhaltlich handelte es sich überwiegend um eine Abschrift des Programms 2008 – 2011. Und damit um eine Verstärkung des aviatischen Klumpenrisikos. Pikant: Weder die Auswertung der Vernehmlassung noch die nun von Nidwalden beim Bund eingereichte Endfassung des Umsetzungsprogramms sind öffentlich zugänglich. Der Verwaltungsrat der Airport Buochs AG (ABAG) bestand bisher je hälftig aus Vertretern der Pilatuswerke und der Wirtschaftsförderungsstiftung Nidwalden / Engelberg. Pikant: Ohne öffentliche Mitteilung ist der Kanton seit 12. Sept. 2011 über Regierungsrat Res Schmid im ABAG-VR vertreten. Diese Veränderung lässt zweifellos den Schluss zu, dass der Kanton das 50 %-Aktienpaket der Stiftung teilweise oder wohl eher ganz übernommen hat. Ein Wortbruch zur Flugplatz-Strategie der Regierung vom 19.12.2006! Für eine Beteiligung des Kantons im Aktionariat einer privatrechtlichen Firma wie der ABAG gibt es zudem keine Rechtsgrundlage! Als wichtigen Teil des Aggloprogrammes Nidwalden erwähnte der Baudirektor in seiner Rede vom 15. Okt. 2010 den Flugplatz. Pikant: Von den Agglo-Planern wurde zwar aviatisch sehr Gewichtiges angekündigt, jedoch nun nur kartographisch, quasi als Randnotiz, festgehalten. Was verbirgt sich hinter den überdimensioniert ausgeschiedenen Gebieten am Flugplatz? – Alles Land für Firmenansiedlungen? Auch das ist Staatsgeheimnis!

31.08.2011 / Jetzt dieLehren ziehen

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Es vergeht kein Sommer, an dem es nicht irgendwo an Flugshows zu Abstürzen und unsäglichem Leid kommt. Allein das Wochenende vom 21./22. August 2011 hatte es in sich, um nur die wichtigsten zwei Ereignisse zu erwähnen: An der Kansas City Aviation Expo Air Show im US-Bundesstaat Missouri kam es bei einem Sturz-/Trudelflug eines Doppeldeckers zu einem Absturz. Der Pilot verlor das Leben. Im englischen Bournemouth stürzte an der Flugshow ein Kampfjet keiner geringeren als der renommierten britischen Luftwaffe Royal Air Force ab. Der Pilot der legendären “Red Arrows“ starb; glücklicherweise kamen keine Zuschauer oder Anwohner zu Schaden. Somit ein weiterer Crash, nachdem sich zwei Jets derselben Flugstaffel bereits im März 2010 in ihrem Akro-Training auf Kreta berührten und mit viel Glück “nur“ eine Maschine abstürzte. Den «Red Arrows‰ wurde anlässlich eines Banker Events auf dem Bürgenstock im September 2005 auch in Nidwalden der rote Teppich ausgerollt, indem sie eigens für jene private Air Show zugelassen wurden. Der nächste Akro-Crash ist nur eine Frage der Zeit und des Ortes. Muss es wirklich bei uns in Nidwalden soweit kommen? Es gilt jetzt, die Weichen durch die Flugplatzgemeinden richtig zu stellen und sich von unkalkulierbaren Risiken der Akro-Shows à la Breitling & Konsorten zu verabschieden!

19.07.2011 / Nidwaldens Wohlstand

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Unüberlegt wird immer wieder vorgebracht, dass der Flugplatz Buochs vor den neuen Wohnungen da war. Womit die vielen Zuzüger der letzten Jahrzehnte auf eine nicht gerade gastfreundliche Art mundtot gemacht werden sollen. Dies nur, weil sie eine hohe Wohnqualität und die übliche nachbarschaftliche Rücksicht erwarten. Zu Recht, leisten sie doch den Hauptbeitrag zum volkswirtschaftlichen Einkommen. Seit 1941 hat sich die NW-Bevölkerung um ca. 23’600 auf gegen 41’000 Personen im 2010 weit mehr als verdoppelt. Von diesen 41’000 Personen sind knapp die Hälfte erwerbstätig; ca. 1’600 (8 %) von ihnen mit direktem oder nahem Bezug zur Aviatik. Unser Respekt! Handkehrum folgt jedoch auch, dass seit Jahrzehnten über 90 % der Erwerbstätigen aus anderen Branchen als der Aviatik zum Wohlstand in Nidwalden beitragen. Ja, die lieben Zuzüger, die hier gerade willkommen genug sind, kräftig zu investieren und zu konsumieren sowie den staatlichen Obulus abzuliefern. 1940 wurde der Militärflugplatz Buochs vom Bund den Nidwaldnern mehr oder weniger aufgezwungen. Aus Gründen der Landesverteidigung. Mit Verlaub: das, was vor 70 Jahren im Krieg notwendig war, kann kein Freipass für heutige aviatische Akrobatik-Rüppeleien sein. Wenn das Gelände frei und zur beliebigen Nutzung zur Verfügung stünde, käme es übrigens heute niemandem auch nur annähernd in den Sinn, in dieses viel zu enge Tal, mit einzigartiger landschaftlicher Szenerie, eng umgeben von drei dicht besiedelten Gemeinden, eine aviatische Nutzung anzudenken. Von nervtötender, Leben gefährdender Akro-Fliegrei gar nicht zu sprechen!

13.07.2011 / Breitling-Verstösse …

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Die Breitling-Bewilligung 2011 beinhaltete diverse, strikt einzuhaltende Auflagen des BAZL. Doch die SBFB-Bilanz zeigt, dass es mehrfache Verstösse gab. Und die zwei BAZL-Inspektoren grosszügig wegsahen und weghörten. Es wurden 9 Flugtage definiert. Nicht aber das Weekend vom 2./3. Juli. Im Gegensatz zur rücksichtsvollen Patrouille Suisse, die erst am Montag, 4. Juli von der Airpower11 aus Zeltweg nach Emmen zurück flog, konnten es die Breitling-Plaggeister nicht lassen, bereits am frühen Samstagabend, 2. Juli nach Buochs zurück zu kehren. Es wurde auch verfügt, dass von den Doppeldeckern, den ach so niedlich genannten Angels, ab 11.30 Uhr eine zweistündige Mittagspause zu respektieren sei. Und, dass ab 16.30 Uhr der Breitling-Flugverkehr einzustellen sei. Da versagten die Breitling-Uhren verschiedentlich. Ganz heiss auch die Szene, als am 30.6.11 um 15.40 Uhr zwei Doppeldecker Richtung Westen starteten, während sich eine Maschine aus Westen auf dem Anflug befand. Ein Frontal-Crash hätte gerade noch gefehlt! Glück gehabt, Jungs! Wenn sich Flugzeuge mit 3 – 5 Metern Abstand im Verband befinden, ist dies Flugakrobatik. Solche Manöver über bewohntem Gebiet wie über allen drei Flugplatzgemeinden erfolgt, sind verboten, und zwar unabhängig der Flughöhe! Wenn ein Autofahrer Regeln verletzt, wird er gebüsst und bei grösseren Übertretungen strafrechtlich verfolgt. Für eine saftige Busse braucht man als Autofahrer noch keine Menschen zu gefährden und auch nicht widerrechtlich zu belästigen. Wie unabhängig, sprich wie unverbandelt das BAZL ist, wird sich zeigen, wenn es nun um luftpolizeiliche Sanktionen geht.

05.07.2011 / Akro-Trainingslager

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Der SBFB ist die einzige Institution, die sich seit Jahren konsequent für den Schutz der Bevölkerung vor unnötiger, höchst riskanter Akrobatikfliegerei auf dem Flugplatz Buochs einsetzt. Nach der ersten Akro-Trainigswoche sind sie wieder zurück. Die Breitling-Jets und Doppeldecker. Von der Show mit dem sinnigen Namen Airpower11 in Zeltweg vom 1./2. Juli. Zurück im Trainingscamp Buochs. Wo ihnen während einer weiteren Woche gefährlich nahe an den Siedlungsgebieten Akro-Trainings gestattet werden.  Für ein paar windige zehntausend Franken. Zum Vergnügen von Wenigen. Mitten in der Ferienzeit. Auf dass die nächste Hauptprobe vom 10. Juli an der Air Show in Saint Yan / F gelinge. Ganz im Gegensatz zum Flugplatz Buochs befinden sich die Siedlungsgebiete der Nachbargemeinden um den Flugplatz Zeltweg in einer erheblichen Distanz. Sowohl in der westlichen als auch östlichen Pistenverlängerung gibt es dort auf einer Länge von je ca. 2.6 km keine bewohnten Gebiete. Ebenso wenig wie nördlich der Piste auf einem Streifen in der Breite von ca. 1.5 km, wo ebenfalls nur Landwirtschaftsland ist. 10’700 zivile MOTOR-Flugbewegungen (somit ohne die immissionsfreien Bewegungen der Segelflugzeuge) wurden im Durchschnitt der letzten zehn Jahre auf dem Flugplatz Buochs registriert. Allein im 2010 wurden von den rund 20 Maschinen der Breitlingflotte innert 2 Wochen gegen 2’400 Flugbewegungen  – also rund 20 % der Jahresbewegungen –  gebolzt!  Damit nehmen die Bewilligungsinstanzen nicht nur eine erhebliche Gefährdung der Bevölkerung durch die Akro-Fliegerei in Kauf, sondern auch, dass diese Region als Lärm-Hotspot Vierwaldstättersee zementiert wird. Definitiv ein untaugliches Geschäftsmodell!

29.06.2011 / Breitling Apéro Riche

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Der SBFB ist die einzige Institution, die sich seit Jahren konsequent für den Schutz der Bevölkerung vor unnötiger, höchst riskanter Akrobatikfliegerei auf dem Flugplatz Buochs einsetzt. Zur Reduktion des Defizits der Airport Buochs AG werden Veranstaltungen aller Unart zugelassen. So nun erneut das höchst riskante Akro-Training, für das Breitling mit einer Sonderbewilligung zur Unterschreitung der Mindestflughöhe über dem Flugplatzgelände  – nur 150 / 50 m über Grund –  der rote Teppich ausgerollt wird. Die Unterschreitung der Mindestflughöhe über dem Flugplatzgelände hat im viel zu engen Tal zur Folge, dass Formation und Auflösung der Akrofiguren immer wieder ausserhalb des Flugplatzes erfolgen, wo wegen der enormen Geschwindigkeiten entweder die Akro Mindestflughöhe von 500 m über unbewohntem Gebiet nicht eingehalten werden kann oder Akroflüge unzulässigerweise über bewohntem Gebiet erfolgen. Ein Geschäftsmodell, das auf dermassen riskanten und belästigenden Veranstaltungen aufbaut, ist definitiv untauglich. Und wird spätestens nach einem Crash über bewohntem Gebiet ein für allemal abgestellt. Dann, wenn wie immer alle gescheiter sind. Dann, wenn Versicherungsleistungen das unsägliche Leid nicht zu beseitigen vermögen. Dann, wenn nur noch zur Debatte steht, wer in der betroffenen Gemeinde die politische Verantwortung trägt. Daran vermag auch der Apéro Riche am 30. Juni, zu dem die Nidwaldner Wirtschaftsförderin (…) im Namen und Auftrag von Breitling einen erlauchten Kreis von lokalen Gästen eingeladen hat, nichts zu ändern. Also dann: Prosit auf das Akro-Risiko der Anwohner!

21.06.2011 / Riskante Akrofliegerei

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Der SBFB ist die einzige Institution, die sich seit Jahren konsequent für den Schutz der Bevölkerung vor unnötiger, höchst riskanter Akrobatikfliegerei auf dem Flugplatz Buochs einsetzt. Blende zurück: im Januar 2005 kam es zu einem sehr tragischen Unfall anlässlich eines Akrotrainings zweier Maschinen. Die eine Maschine erlitt bei einem Tiefflug Totalschaden, der Pilot starb. Ausserhalb des nur rund 800 m breiten Flugplatzgeländes wurde eine Spaziergängerin schwer verletzt. Nur dank viel Glück endete es nicht noch viel tragischer mit einem Absturz über bewohntem Gebiet. Doch gelernt hat man daraus (noch) nichts. So werden weiterhin Sonderbewilligungen zur Unterschreitung der Mindestflughöhe ausgestellt. Zum Vergnügen von Wenigen – die Risiken werden den Anwohnern zugemutet. So nun auch erneut für das Breitling-Akrotraining vom 27. Juni bis 7. Juli 2011. Mit Zustimmung der lokalen Behörden verfügte das BAZL für die 7 Breitling-Jets im Flottenverband  – anstelle der vorgeschriebenen 500 m über unbewohntem Gebiet –  erneut nur folgende Mindestflughöhen: 150 m für Kunstflug und Evolutionen über dem Flugplatzgelände 50 m für Überflüge horizontal geradeaus in der Vorführachse über dem Flugplatzgelände Tragödien wie bei internationalen Airshows sind vermeidbar, wenn die Akroshows erst gar nicht bewilligt werden. Vor allem auch nicht in dicht besiedeltem und erst noch in topographisch ungeeignetem Gebiet wie dem viel zu engen Nidwaldner Talkessel. Was muss denn noch Schrecklicheres passieren, bis endlich gehandelt wird? Jegliche Akroflüge über bewohntem Gebiet sind verboten!

17.02.2011 / Massiv aufgelaufen

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Nachdem die rechtswidrigen Plangenehmigungen der Pistenumzäunung und des Kontrollturms schon früher zurück gezogen wurden, musste die Airport Buochs AG nun auch das Betriebsreglement, die Plangenehmigung des Baus des Betankungsplatzes sowie die Umweltverträglichkeitsprüfung beim BAZL zurück ziehen. Das Aviatikvorhaben ist damit massiv aufgelaufen! Dem SBFB war stets klar, dass auch diese Gesuche in mehreren Punkten rechtswidrig und deshalb nicht genehmigungsfähig waren. Der Umweltverträglichkeitsbericht war nicht rechtsgenügsam und ein veritables Flickwerk. Wie der SBFB in seiner Vereinseinsprache und der Sammeleinsprache von über 250 Privatpersonen als einziger der Einsprecher im Herbst 2009 rügte, scheiterte das Gesuch des Betankungsplatzes vorab am Gewässerschutzrecht. Konkret wegen bautechnischer Fehlplanung der Anlage: Mindestabstand zum Grundwasser verletzt! Das heutige, mit etwas Weitsicht absehbare Debakel ist die logische Folge von langjährigem, nicht überbietbarem Dilettantismus. Die Genossenkorporationen als die Schuldigen des Debakels hinzustellen, greift zu kurz und ist unfair. Der SBFB ist sehr erfreut, dass seine Einwendungen offensichtlich stichhaltig, ja notwendig waren und sieht sich damit in seinem äusserst arbeitsintensiven Einsatz der letzten Jahre, der unter anderem zu umfassenden und fundiert begründeten Einsprachen führte, bestätigt. Der erneute Erfolg des Schutzverbandes belegt eindrücklich sein seriöses und überaus notwendiges Wirken. Der SBFB garantiert weiterhin die zwingende Unabhängigkeit und stellt damit sicher, dass hin geschaut wird, dort wo andere wegschauen. Der Erfolg ist Auftrag und gleichsam Verpflichtung für die Zukunft.