19.06.2012 / Beschwichtigung und bittere Realität

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«Mit Flugbewegungen lässt sich kein Geld verdienen; wir wollen auch keinen Lärm». Mit diesem wörtlichen Zitat beschwichtigte der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki an einer Info-Veranstaltung vom 31.5.2012 zum Flugplatzdossier Buochs die massiv (!) überdimensionierten Aus- und Umbaupläne auf dem “Flugplatz Nidwalden“, wie er künftig neu heissen soll.

Allein uns fehlt der Glaube. Ganz unverfroren werden in diesen Tagen durch Breitling erneut Flugbewegungen gleich im Multipack gebolzt. Und damit absolut unzumutbare Immissionsbelästigungen erzeugt. Mit dem Segen der lokalen Zustimmungsinstanzen. Hauptsache, es spült Stutz in die Kasse des seit Jahren defizitären Flugbetriebs der Airport Buochs AG. Dazu ist offenbar jede Flugbewegung, die sich anbietet, willkommen. Heute, und mit den künftig noch viel höheren Betriebskosten, erst recht.

Ohne Rücksicht auf Verluste: ohrenbetäubendes Jetgeheul, nervtötendes Dröhnen und Gejaule von Flächenflugzeugen, Helikoptergeknatter, Kerosin belastete Luft, höchst riskante Akrobatikflüge mit Rauchfahnen (als Effekt von eingespritztem, verbranntem Öl- / Dieselgemisch), erhöhte Feinstaub-, CO2– und Ozonwerte.

Die lokalen Zustimmungsinstanzen scheinen die Folgen (noch) nicht zu kümmern. So unter anderem ihre aktive Beihilfe zur Förderung von Atemwegs-, Herz- und Kreislauferkrankungen. Eine willentlich in Kauf genommene Beeinträchtigung von Mensch und Umwelt zum Vergnügen von Wenigen kostet ja anscheinend nichts. Wann endlich wird die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung solchen Breitling-Unsinns gemacht?