23.03.2007 / «Hunter»-Strategie nach Nidwaldner Art

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Die einstigen Steuervorteile schmelzen wie ewiges Eis durch den Klimawandel. Im neuen Finanzausgleich ist Nidwalden ab 2008 Nettozahler; damit gleicht sich das Steuerniveau interkantonal weiter an.

Einmaliges Wohnparadies
Was jedoch bleibt, ist die volkswirtschaftliche Bedeutung unseres Wohnparadieses. Es sei denn, die Aviatiklobby halte an der wahnwitzigen Ausweitung auf jährlich 25’000 Motor-Flugbewegungen (2001-2005:  durchschnittlich 9’920 zivile Bewegungen pro Jahr) und Betriebszeiten von 07 – 22 Uhr fest. Mit dem Resultat, dass unser einzigartiger Standortfaktor aufs Spiel gesetzt, Immobilienwerteinbussen in Kauf genommen sowie der Baubranche Schaden zugefügt wird.

Lockruf nach Zürich
Nidwaldens Wirtschaftsförderung setzt auf “tiefe Steuern“ und “zivilaviatische Mitbenützung“. In der “NZZ vom Sonntag“, 4.3.07, hebt der kantonale Wirtschaftsförderer hervor, die Region habe mit Buochs den einzigen (…) Flugplatz, auf dem Business-Jets landen können. Und bietet sich damit lauthals zur Übernahme von externen Flugbewegungen an! Irgendwie müssen sie ja aufgefüllt werden, die 25’000.

Kloten will den Privatflugverkehr seit Jahren auslagern. Der Nidwaldner Lockruf nach (vermögenden) Business-Jet-Fliegern ist unüberhörbar. Seltsame Blüten, die der Steuerwettbewerb neuerdings zulasten unserer Wohnqualität treibt.